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Die meisten meiner Vorlagen habe ich aus den Handschriften des Codex Palatinus Germanicus (Abkürzung: Cod. Pal. germ. oder cpg) im Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg. Die wohl bekannteste Handschrift dieser Sammlung ist der Codex Manesse (cpg 848), eine Liederhandschrift, die zwischen 1300 und 1340 entstanden ist. Andere Vorlagen habe ich aus wunderschönen Bildbänden über mittelalterliche Bücher und Buchmalereien, zum kleinen Teil aus meinem persönlichen Besitz, zum größeren Teil großzügige Leihgaben eines Freundes.
Mittelalterliche Originale als Vorlagen, nichts einfacher als das, ist fast wie Bilderbuch ausmalen, mag sich manch einer denken. Seit ich dieses Projekt angefangen habe, habe ich persönlich allerdings einen Mordsrespekt vor den Buchmalern dieser Zeit.
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... auf Pergament wird man sicher anders malen können als auf saugfähigem Papier.
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... man kann auf Pergament Fehler zum Teil entfernen.
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... auf Papier muss man Fehler umwandeln in "das muss so sein" ("It's not a bug, it's a feature")
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... in der Schule war Kunst nicht unbedingt eins meiner starken Fächer.
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... ich musste zwar "nur abmalen" und nicht neue Bilder entwerfen, aber das war schon nicht so einfach wie es aussah.
Die Maler dieser Zeit hatten definitiv ein bemerkenswertes Talent. Es ist absolut nicht einfach, die Schattierungen der Gewänder halbwegs realistisch hinzubekommen. Es ist absolut nicht einfach, Hände und Gesichter lebensecht zu zeichnen und "Silberblicke" und dümmliches Lächeln zu vermeiden. Man möge mir hier einiges verzeihen, ich übe (immer) noch.
Viele der Vorlagen habe ich als genau das genommen: als Vorlage, an die ich mich nicht sklavisch gehalten habe. Künstlerische Freiheiten habe ich mir genauso genommen wie das Recht, unbeabsichtigte Farbkleckser und Fehler in Blumen, Ranken und andere Nebensächlichkeiten umzuwandeln. Ich habe mich aber immer bemüht, den Stil dieser Zeit nachzuempfinden. Inwieweit mir das gelungen ist, überlasse ich dem Urteil von Menschen, die Ahnung davon haben . Mir hat dieses Projekt jedenfalls große Freude bereitet, und das nächste Projekt in dieser Richtung nimmt langsam Formen an, zur Zeit in meinem Kopf, vielleicht nächstes Jahr auf Papier oder vielleicht sogar Pergament. Schaun mer mal...
                                
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