Seit 1536 nachweisbar

Fort von den Vermutungen und hin zu nachweisbaren Fakten. Sicher ist, dass der Name Prünte bereits seit über 450 Jahren in Wickede urkundlich nachzuweisen ist. Im Wickeder Schatzregister von 1536 wird der "Junge Prunthe" mit 1 o erwähnt. Wenn es einen "jungen" gab, dann gab es sicherlich auch einen "alten" Prünte. Damit ließe sich die Familie Prünte ziemlich sicher sogar bis in die Zeit vor 1500 verfolgen.

1565 findet sich im Wickeder Schatzungsregister ein Johann Prunte mit ½ g. Vielleicht war dieser der Sohn des oben erwähnten jungen Prunte, unter Umständen aber noch er selbst.

Dann hören wir recht lange nichts Konkretes über unsere Familie. Das nächste Dokument taucht erst etwa ein Jahrhundert danach auf.

pruente-wikipedia-duncker-echthausenAm 1. Dezember 1663 erscheint Laurentz Jobst v. Schüngel zu Echthausen zusammen mit seiner Frau in Maßmanns Haus in der Stuben auf der Dellen vor dem Notar und Gerichtsprokurator Johann Jerves zu Werl und bekennt vor den Zeugen Jörgen Hillger, Michael Kop und Johann Risse zu Wickede, sich von dem ehrsamen Henrich Prünten und seiner Frau Gertrud zu Wickede 70 Rthlr. (den Thlr. zu 54 Schilling Werlich gerechnet) geliehen zu haben. Das Ehepaar setzt als Pfand ein 3 Morgen großes Buschgehölz oberhalb der Ruhrwiesen im Echthausener Berg an der Osterseite gelegen, an der Westerseiten an Henrich v. Schüngel, im Süden auf Risse und im Norden auf die Ruhrwiesen grenzend. Laut Vermerk auf der Urkunde wurde dieser Schuldbrief am 21. Juli 1689 praese(ntiert).

Im Privat-Archiv des Freiherrn von Böselager-Höllinghofen existiert ein Schuldbrief ohne Datum, in dem derselbe Laurenz Jobst v. Schüngel (gefallen 1668 in Ungarn) bezeugt, sich von Heinrich Prünte in Wickede die Summe von 16 Reichsthalern geliehen zu haben. Dieser Betrag wird laut Vermerk auf der Urkunde im Jahre 1689 wieder an die Familie Prünte in Wickede zurückgezahlt.

Insgesamt leiht Heinrich Prünte also der finanziell angeschlagenen Familie v. Schüngel 86 Reichsthaler, für einen einfachen Kötter eine beachtliche Summe. Demnach ist zu dieser Zeit die Familie Prünte schon nicht mehr ganz unvermögend.

Im Jahre 1658 endet in Bausenhagen die kirchenbuchlose Zeit. Wir können von nun an die neu hinzukommenden Mitglieder unserer Familie durch ihre Namen und Lebensdaten genau identifizieren, was vorher nicht immer möglich war.

 

 

 

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